Unser täglich Brot gib uns heute (I), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (V), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (VI), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (VIII), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (IX), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (X), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XI), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XIII), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XIV), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XVII), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XX), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXI), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXV), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXVI), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXXI), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXXII), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXXVI), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm
Unser täglich Brot gib uns heute (XXXVII), 2019, Tusche auf Papier, 67 x 97 cm

 

UNSER TÄGLICH BROT GIB UNS HEUTE

Entstanden sind diese Tuschezeichnungen bei einem Artist-in-Residence Aufenthalt in der weiten Landschaft Mecklenburgs. Riesige Felder ohne nennenswerte Erhebungen bilden überwiegend horizontale, beschwingte Linien, denen der regelmäßige Rhythmus der sie bearbeitenden Maschinen gleichsam eingraviert ist. In typischer Backsteingotik erbaute Kirchen erinnern daran, dass die Erschließung dieser Kornkammer auch ein Projekt der Christianisierung des nordöstlichen Europas war. Der Titel Unser täglich Brot gib uns heute verweist auf die Bedeutung desselben als Symbol Christi und umfasst gleichfalls seine Funktion als Grundnahrungsmittel.

Sämtliche Zeichnungen sind mit Strohhalmen oder Ähren des Weizens ausgeführt. Umbra (gebrannte Erde) wurde als Tusche auf chinesisches Papier aufgetragen, präsentiert wird als Ergebnis stets die Rückseite. In dieser Weise adaptieren die Zeichnungen die klassische Hinterglasmalerei und erzeugen trotz des feinen Papiers eine enorme Tiefenwirkung mit sehr kräftigen Materialcharakter. Stoppelfelder, Ackerfurchen, Rundballen und Strohgarben werden als Motiv aufgegriffen, lassen jedoch durch die sehr reduzierte und abstrahierte Umsetzung weitreichende Assoziationen zu.